Barley will einen EU-Mindestlohn

Weil der Mindestlohn in Deutschland im Vergleich zu den Sozialleistungen zu niedrig sei, müsse es auf EU-Ebene einen relativen Mindestlohn geben.

Von Redaktion

Bundesjustizministerin Katarina Barley, die auch die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl ist, plädiert für einen EU-Richtwert in Sachen Mindestlohn, um so den Druck auf eine Mindestlohnerhöhung in Deutschland zu erhöhen. Sie weiß genau, dass dies in einer Koalition mit der Union so nicht machbar ist, weil sich diese dagegen sträubt.

„Ein europäischer Mindestlohn müsste also eine relative Festlegung sein, damit man ein realistisches Gefühl dafür bekommt, wie die sozialen Leistungen in den einzelnen Ländern zu bewerten sind. Dadurch würde auch der Druck steigen, den Mindestlohn bei uns angemessen zu erhöhen“, sagte Barley der „Welt am Sonntag“.

Zur Begründung führte die SPD-Politikerin mit Blick auf andere EU-Länder an, „dass der Mindestlohn in Deutschland, gemessen an unserer Wirtschaftskraft, ziemlich niedrig ist“. Dabei unterstützt sie die Forderung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nach einer Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro, nachdem dieser zum 1. Januar dieses Jahres von 8,84 Euro auf 9,19 Euro erhöht wurde und im nächsten Jahr eigentlich auf 9,35 Euro steigen soll.

Original Artikel hier: Contra Magazin

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